Neuer Führungsstil im Rathaus und weniger Prestigeprojekte im Kreis. Bürgermeister- und Landratskandidat/in motivieren Winz-Baaker Wahlkämpfer.

Neuer Führungsstil im Rathaus und weniger Prestigeprojekte im Kreis. Bürgermeister- und Landratskandidat/in motivieren Winz-Baaker Wahlkämpfer.

Neuer Führungsstil im Rathaus und weniger Prestigeprojekte im Kreis. Bürgermeister- und Landratskandidat/in motivieren Winz-Baaker Wahlkämpfer.

Nur noch 6 Wochen bis zur Wahl. Während in anderen Städten bereits Plakate hängen, fängt nach Einigung der Parteien der Plakatewahlkampf in Hattingen erst 4 Wochen vor dem Wahltermin am 13. September an. Trotzdem ist der näherrückende Wahltermin zu spüren, denn die Termine verdichten sich nach den nun endenden Sommerferien zunehmend. Bei der Vorstandssitzung der CDU Winz-Baak am 6.8. wurden daher die finalen Wahlkampftermine geplant und Teams gebildet: Zum Flyerverteilen, Plakate auf die Aufsteller kleben und in die Hänger eintüten sowie das spätere Aufhängen, Wiederabhängen nach der Wahl und das Fest des Rings Winz-Baaker Vereine. Jedes Mal eine Menge Arbeit, die ohne die vielen tatkräftigen Helfer nicht zu meistern wäre.

Um die fleißigen Helfer einzuschwören und sich Anregungen und letzten kritischen Fragen zu stellen, waren die beiden Kandidaten sodann zur anschließenden öffentlichen und gut besuchten Veranstaltung erschienen. Landratskandidatin Babett Bolle machte deutlich, dass der Kreis als umlagefinanzierte Gebietskörperschaft spätestens bei der Kreisumlage für die Stadt(finanzen) von Bedeutung ist. Im Gegensatz zu Rot-grün vertrete sie die Ansicht, dass der Kreis nicht zum Selbstzweck existiere, sondern es ihm gut gehe, wenn es seinen Städten gut geht. Folglich sollte der Kreis an einer finanziellen Entlastung der allesamt finanziell angespannten Städte arbeiten. Das hieße, dass der Kreis auf eine nicht ausufernde Kreisumlage achten und somit vor Allem auf Prestigeobjekte verzichten sowie stärker als Koordinator interkommunaler Zusammenarbeit auftreten sollte. Zu diesem Ziel gehöre auch, dass kein für die Städte bestimmtes Geld von Bund und Land im Kreishaushalt kleben bleiben dürfe. All dies sei unter dem derzeitigen Landrat, Dr. Arnim Brux (SPD), geschehen. Als Landratskandidatin stünde sie dagegen für eine Politik, die sich mehr an den Bedürfnissen der dem Kreis unterstellten Städte und somit letztlich auch der Menschen vor Ort orientiere.

In der langen Diskussion zeigte Bürgermeisterkandidat Dirk Glaser unter anderem, dass er einen neuen Führungsstil unabhängig vom Parteibuch im Hattinger Rathaus etablieren möchte. Bislang gelte die Verwaltung häufig als Verhinderer, statt als „Ermöglicher“. Dabei sollte sie seiner Ansicht genau das sein: Erste Servicestation für die Hattinger Bürgerinnen und Bürger, auf die er nicht zuletzt aufgrund der starken freiwilligen Unterstützung bei der Flüchtlingshilfe stolz ist. Die Verwaltung müsse besser organisiert werden. Gerade wegen und auch mit dem richtigen und schon beschlossenen Personalabbau des im Vergleich zu anderen Städten großen Verwaltungsapparats. Daneben müssten aber auch die hohen Krankenstände angegangen, die Mitarbeiter besser motiviert und Aufgaben sinnvoller zugeordnet werden. Daneben steht er für die Erhaltung der Schulvielfalt, die aufgrund von Gerüchten um die Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung jüngst in Frage gestellt wurde:  Ja, beide Gymnasien sollten eigenständig erhalten bleiben, da es dort ausreichende Anmeldungen und hervorragende Bildungsarbeit gibt. Gleiches gelte seiner Ansicht auch für die Realschule und Förderschule, solange sich dort genug Kinder anmelden. Solange gebe es keinen Grund beide Schulen bereits kleinzureden. Zu der Wahrheit gehöre jedoch auch, wenn der Elternwille weiterhin bestimmte Grundschulen präferiert und so zahlreiche Schulflächen ungenutzt bleiben, deute vieles darauf hin, dass künftig ein oder zwei Grundschulen geschlossen werden könnten. Welche es sind, muss offen und breit diskutiert werden und ist lange noch nicht entschieden. Mehr zu seiner Person und seinen Positionen auf seiner Homepage www.dirk-glaser.com.

Die spannenden Diskussionen reichten bis spät in den Abend und haben alle Beteiligten motiviert, dass der Wechsel möglich ist, wenn wir weiterhin hart darfür arbeiten.